Kubuntu 7.04 Fiesty Upgrade

Und nochmal neues zu Kubuntu. Diesmal war das Upgrade ein Kinderspiel. Man musste lediglich eine neue Paketquelle eintragen, rebooten und dann hat Adept einen Dist-Upgrade automatisch und sauber durchgeführt.

Ich muss sagen, Kubuntu kommt mit Riesenschritten voran! KNetworkManager ist jetzt standardmäßig vorinstalliert und funktioniert sehr gut. Endlich kann man ohne lästige Terminal-Arbeit und ständiges „Root-Passwort-Eingeben“ ein Laptop im normalen Uni-Betrieb benutzen. Alle Netzwerke, die ich brauche – zuhause mit Ethernet und WLAN, in der Uni drahtlos mit Cisco VPN und PPTP – alles funktioniert. Es ist ein Riesen-Schritt zu Edgy, in dem nicht mal mein Wireless-Adapter funktioniert hat. Ausschlaggebend ist dabei der neue ndiswrapper (1.9), der die meisten Windows-Wireless-Treiber wieder laufen lässt.

Leider ist KNetworkManager noch nicht ganz reif – zum Beispiel funktionieren die Interfaces nur dann, wenn man die aus dem /etc/network/interfaces rausnimmt (oder wenigstens die auto-Direktive). Die VPN-Geschichte ist auch nutzlos, wenn man den network-manager-gnome nicht hat – denn die Konfiguration der Tunnel-Netzwerke erfolgt über die Gnome-Oberfläche. Das wäre an sich ja kein Problem, ist aber ärgerlich, dass dies nicht über Dependencies in den Paketen aufgelöst wird.

Ausser KNetworkManager sind mir keine großartigen Neuerungen aufgefallen. Adept kommt immernoch nicht an Synaptic ran, für tägliches Arbeiten reicht das Programm aber völlig aus. Konqueror ist viel schneller geworden, sieht ganz hübsch aus und wäre mein Lieblingsbrowser – wäre da nicht seine mangelhafte Javascript-Unterstützung. Kann gut sein dass die im Sinne der Standardkonformität Konqueror sehr gut ist, jedoch ist es traurig, wenn viel Web2.0-Schnickschnack falsch angezeigt wird – z.B. Lightbox2 und alles, was ähnlich funktioniert, lässt den Hintergrund nicht abdunkeln, sondern komplett schwarz ausblenden.

Apache2.2 ist neu dazugekommen, für die Web-Entwickler und Admins unter uns eine sehr gute Nachricht. Endlich VHosts straight verwalten. Für den Desktop leider absolut fürn Arsch😀

Ach ja, etwas fällt doch noch auf – usplash wurde wieder mal „aufgehübscht“. Jetzt sieht mein Display beim Booten schon sehr schön aus, allerdings habe ich keine Option gefunden, mit der man einblenden könnte, was gerade passiert. Also glotz‘ ich einfach auf den Ladebalken – der läuft sogar n Tick schneller, als bei Edgy und Breezy. Und sieht schön cool aus. Ist aber auch fürn Arsch😉

Und noch was zum „Sichtbarem“ – Beryl. Ist jetzt drin, kann man direkt ausm Repository ziehen, wer’s nötig hat. Meine alte lahme Kiste läuft lieber ohne. Ausprobiert habe ich das noch nicht, also kann ich nicht sagen, ob das ganze 3D-Desktop-Gedöns jetzt stabiler ist, als beim Edgy aus Fremd-Repos. Hoffentlich ja. Ist aber bestimmt genauso Speicherfressend und Lüftertreibend😉 Bei einem vernünftigem Rechner trotzdem überlegungswert, denn Exposé ist eins der Gimmicks, die richtig praktisch sind und für den Alltag Sinn machen!

Dieser Beitrag wurde am 23. April 2007 um 15:44 veröffentlicht und ist unter *nix, Tech abgelegt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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